Aktuelles 

Aktuelles - Artikel

05.03.10

Verbraucherzentrale informiert EKG-Schüler und Eltern über Studienfinanzierung

OBERKASSEL. Studieren kostet Geld. Erst recht nach der Einführung von Studiengebühren. „Nicht selten führt die mangelhafte Studienfinanzierung zum Studienverzicht", erklärte Klaus Gladischefski, Vize-Vorsitzender der Schulpflegschaft des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums, Schülern der Sekundarstufen und Eltern anlässlich des Vortrags „Clever studieren - Richtig finanzieren". Martin Reuter von der Kölner Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen informierte über die Möglichkeiten der Finanzierung eines Hochschulstudiums.

Auf der einen Seite müsse man die Kosten eines Studiums sehen: „Da kommen monatlich ganz schnell rund 700 Euro für den Lebensunterhalt zusammen", trug der Referent vor. Miete, Nahrungsmittel, Kleidung und Fahrtkosten seien nicht zu unterschätzen. Reuter empfahl, die eigenen Ansprüche zu überprüfen. Die Miete verbillige sich beispielsweise um gut 100 Euro pro Monat, wenn sich der Student ein Zimmer in einem Studentenwohnheim nimmt. Auf das unbedingt Notwendige könne man die Kosten auch dadurch reduzieren, dass man zum Beispiel auf Versicherungen verzichtet. „Nur die Kranken- und Pflegeversicherung sind Pflicht", erklärte Reuter. Sie könnten in Form einer Familienversicherung oder einer studentischen Krankenversicherung abgeschlossen werden. Zu empfehlen sei auch eine private Haftpflichtversicherung, die es bereits ab 50 Euro jährlich gibt. „Bei der Betrachtung der Ausgabenseite dürfen die Studiengebühren von rund 500 Euro pro Semester nicht vergessen werden", rechnete Reuter vor. Auch Ausgaben für Lernmittel und Praktika seien zu berücksichtigen. „Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Einnahmequellen, die Studierende nutzen können", so der Referent. Auf jeden Fall soll der Anspruch auf BAföG geklärt werden. Bei Jobs seien Freigrenzen, Steuern und Sozialabgaben beachtlich. Würden bestimmte Einkommensgrenzen überschritten, könne dies zu einer Kürzung beziehungsweise Streichung von Kindergeld oder BAföG führen.

Für Studienkredite, wie sie von Kreditinstituten zur Finanzierung des Lebensunterhalts angeboten werden, empfahl der Referent eine genaue Prüfung der Kosten und der Flexibilität der Finanzierung. Reuter wies auch auf die Möglichkeiten von Stipendien hin und verwies auf sogenannte Bildungsfonds.

René Péruche im General-Anzeiger Bonn vom 04.03.2010

Mehr: Broschüre "Finanzen im Studium" (PDF)