Geschichte
Fachkollegium
Hubert Bretz
Stefan Haufer
Ernst-Martin Heel
Marion Köhler-Zang
Kerstin Krüsselmann
Thorsten Rospenk
Hannelore Süßenberger (Fachschaftsvorsitzende)
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Lehrbücher
Gegenwärtig sind noch in Gebrauch
- für Sek I: Geschichte und Geschehen, Klett (neue Ausg.NRW für G8), Bd.1 und 2. bzw. für den Übergang in Kl.9 Geschichte und Geschehen, Bd.4. Klett (alte Ausgabe) bis zum Erscheinen bzw. der Anschaffung von Bd. 3 der neuen Ausgabe für G8
- für Sek II: Geschichte und Geschehen, Oberstufe, Ausgabe A, Bd. I und II, sowie Nachfolgewerk Bd.1 , dazu für Jg.11 Geschichte und Geschehen, Kursthemen für die Sekundarstufe II., Reihe Exempla, Klett
Die Anpassung an den Kernlehrplan G8 sowie die bevorstehende Umgestaltung der Oberstufe erfordern für beide Stufen neue Lehrwerke, die noch nicht vorliegen.
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Fachinhalte
Im Lernbereich Gesellschaftslehre lässt die Perspektive des Faches Geschichte für die Schülerinnen und Schüler unter anderem erkennbar werden, wie menschliche Gesellschaften entstanden sind, wie diese sich in den Dimensionen Zeit und Raum entwickelt haben und welche Entwicklungsprozesse bis in die Gegenwart hinein wirken, gesellschaftliche Verhältnisse prägen und dadurch Urteilen und Handeln der Menschen sowie ihr Planen in die Zukunft beeinflussen. Das Fach trägt auch zur Orientierung bei, indem es bei der Beschäftigung mit vergangenen Zeiten oder anderen Kulturen Fremdes, ggf. auch Alternativen zum „Hier und Jetzt“, aufzeigt, die historische Gebundenheit des gegenwärtigen Standortes erkennbar werden lässt und damit die Möglichkeit zu dessen kritischer Würdigung eröffnet
Der Unterricht ist orientiert an der progressiven Erlangung fachspezifischer Kompetenzen, die im Rahmen der Behandlung ausgewählter Inhalte zu entwickeln sind. Angesichts der reduzierten Stundenzahl durch die Verkürzung der Sekundarstufe I wird versucht, zu inhaltlichen Abstimmungen zwischen den Fächern des Bereichs Gesellschaftslehre zu kommen.
Für die Sekundarstufe I (G 8) sind die fachspezifischen Kompetenzen im Bereich Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Urteilskompetenz und Handlungskompetenz an folgenden inhaltlichen Schwerpunkten zu entwickeln:
Klasse 6
Einführung: Warum Geschichte?
- Was ist Geschichte?
- Wie finden wir etwas über Geschichte heraus?
IF 1 : Frühe Kulturen und erste Hochkulturen
- Älteste Spuren menschlichen Lebens im weltweiten Überblick
- Altsteinzeitliche Lebensformen und neolithische Revolution
- Frühe Hochkulturen am Beispiel Ägypten
IF 2: Antike Lebenswelten – Griechische Poleis und Imperium Romanum
IF 3: Was die Menschen im Altertum voneinander wussten – Weltvorstellungen und interkulturelle Kontakte
IF 4: Europa im Mittelalter
- Die Grundlagen: Romanisierung, Christentum, Germanen
- Lebenswelten in der Ständegesellschaft
- Herrschaftsformen im mittelalterlichen Europa
Klasse 7
IF 5: Was die Menschen im Mittelalter voneinander wussten – Weltvorstellungen und Formen kulturellen Austauschs
- Schwerpunkt: Kreuzzüge
IF 6: Neue Welten und neue Horizonte
- Stadtgesellschaft und Geldwirtschaft
- Renaissance, Humanismus und Reformation
- Europäer und Nichteuropäer
IF 7: Europa wandelt sich
- Absolutismus am Beispiel Frankreichs
- Französische Revolution
- Revolution in Deutschland 1848/49 und deutsche Einigung 1871
- Industrielle Revolution (an einem regionalen Beispiel) und Soziale Frage
IF 8: Imperialismus und Erster Weltkrieg
Klasse 9
IF 9: Neue weltpolitische Koordinaten
- Russland: 1917 und Stalinismus
- USA: Aufstieg zur Weltmacht
IF 10: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
- Die Zerstörung der Weimarer Republik
- Das nationalsozialistische Herrschaftssystem – Menschen zwischen Anpassung und
Widerstand
- Entrechtung, Verfolgung und Ermordung euopäischer Juden, Sinti und Roma,
Andersdenkender zwischen 1933 und 1945 →
- Besuch der Gedenkstätte Buchenwald
- Vernichtungskrieg
- Flucht und Vertreibung im europäischen Kontext
IF 11: Neuordnungen der Welt und Situation Deutschlands
- Aufteilung der Welt in „Blöcke mit unterschiedlichen Wirtschafts- und
Gesellschaftssystemen
- Gründung der Bundesrepublik Deutschland, Westintegration, deutsche Teilung
- Zusammenbruch des kommunistischen Systems, deutsche Einheit
- Transnationale Kooperation: Europäische Einigung und Vereinte Nationen
IF 12: Was Menschen früher voneinander wussten und heute voneinander wissen
In der Sekundarstufe II richten sich die Inhalte nach den Vorgaben für das Zentralabitur.
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Hinweise zur Notengebung
Bei der Leistungsbewertung werden alle ausgewiesenen Kompetenzbereiche (Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz) angemessen berücksichtigt. Im Beurteilungsbereich „sonstige Leistungen im Unterricht“ kommen schriftliche und mündliche Formen der Leistungsüberprüfung zum Tragen. Dazu zählen u.a.:
- mündliche Leistungen zum Unterricht
- schriftliche Leistungen zum Unterricht (z.B. Protokolle,
Materialsammlungen, Hefte/Mappen)
- kurze schriftliche Übungen
- Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns
(z.B. Rollenspiel, Befragungen, Präsentation, Erkundung
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Aus dem Unterricht
Besuch einer Zeitzeugin in der 9c
„Man hatte dass Gefühl man wär selber dabei gewesen“ (Andreas Schaaf)
„Es war erstaunlich, wie sie so problemlos über ihr Leid berichten konnte.“ (Indra Sembach)
„Mir hat es gut gefallen, die Geschichte von einer Person, die es wirklich erlebt hat zu hören und nicht in Büchern zu lesen. So kann man sicher gehen, dass die Geschichte wahr ist.“ (Ben Baurmann)
Das Thema „Flucht und Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkrieges“ ist ein sehr komplexer, heikler Gegenstand. Dies wird besonders deutlich, wenn eine Zeitzeugin die Nachkriegswirren und deren Grausamkeiten so schildert, wie sie sie erlebt hat.
Die 82-jährige Inge Gohlke, die zum Ende des Zweiten Weltkrieges 16 Jahre alt war, berichtete uns, wie sie aus ihrem Heimatort, Berlinchen, im heutigen Polen, vertrieben wurde und in den Westen nach Münster kam. Ohne Vater und Mutter musste sie sich durchschlagen, fasste dennoch Fuß und wurde Kindermädchen einer britischen Familie, mit der sie nach England kam.
Zurück in der jungen Bundesrepublik verhalfen ihr die Englischkenntnisse zu einem Berufseinstieg in der neu gegründeten Bundeswehr. Ihr Berufsweg führte sie bis ins Pentagon und später in den diplomatischen Dienst nach Afrika sowie auf die Insel Sri Lanka. Was für ein Lebensweg!
Es waren die Details und die Art der Schilderung, die uns faszinierten und immer wieder zu Fragen anregten. Immer bekamen wir Auskunft. Allerdings merkte man auch deutlich - wie sie auch selber sagte - dass Frau Gohlke manches bis heute noch nicht verarbeitet hat. So wird es einer ganzen Generation insbesondere der jungen Mädchen und Frauen der Nachkriegszeit gehen.
Für die 9c
Simon Sauerland und Max Niemeyer
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