Latein
Fachkollegium
Stefan Haufer
Marion Köhler-Zang (Fachschaftsvorsitzende)
Hans-Joachim Kriegler
Monika Stephan
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Lehrbücher
Seit dem Schuljahr 2007 / 2008 arbeiten wir mit dem Lehrwerk „actio“ (Klett-Verlag), das gerade für den frühen Lateinbeginn in Klasse 6 entwickelt wurde. Zu diesem Lehrwerk gibt es viele Zusatzmaterialien, die das Lernen unterstützen und fördern, wie z. B. CD oder Schülerarbeitsheft.
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Fachinhalte
und Methoden des schulinternen Curriculums
Am Ernst-Kalkuhl-Gymnasium wird Latein ab der Klasse 6 in 4-stündigem Unterricht als zweite Fremdsprache unterrichtet.
Der Kurs schließt am Ende der Klasse 10 bei mindestens ausreichenden Leistungen mit dem Latinum ab.
Ab der Klasse 8 wird Latein als dritte Fremdsprache angeboten.
Latein Klasse 6 / 7 (2. Fremdsprache)
a. Inhalte
Themen aus dem Lehrwerk „actio“:
In einem römischen Haus; ein Gastmahl; in der römischen Schule; Europa; Landleben; Festzug; Gladiatoren; Salutatio; Thermen; Handel und Wirtschaft; Triumph; Wagenrennen; Perseus und Medusa; Herakles und die Hydra; Apollon und Python; Odysseus und Kirke; Aeneas in Troja; Aeneas in Italien; Romulus und Remus; Vestakult
Grammatische Schwerpunkte:
- Wortarten
- Kasuslehre: Deklinationen (a-, o-, e-, u-, konsonantische)
- Konjugationen: a-, e-, i-, konsonantische und gemischte Konjugation
- Tempora im Indikativ Aktiv und Passiv
- Syntax: wesentliche Satzelemente (u.a. Subjekt, Prädikat, Objekte, Adverbiale,
Attribut)
- satzwertige Konstruktionen: AcI; PC
b. Methoden
- Aufbauen, Erweitern und Einüben eines Grundwortschatzes auf der Grundlage der
Lehrbuchtexte, des Übungsmaterials und des Vokabelverzeichnisses
- Aufbau von Kenntnissen des Systems der lateinischen Grammatik in
altersgerechter Progression
- Anwendung einzelner adäquater Methoden zur Texterschließung, zur Übersetzung
und zur vertiefenden Auseinandersetzung mit Texten in Einzel-, Partner- und
Teamarbeit
- Verstehen einfacher Informationen zu ausgewählten Themen, ebenso
eigenständige Beschaffung und Auswertung der Informationen und verständliche
Präsentation
c. Die Schüler lernen
- parallele Gesetzmäßigkeiten in der Wortbildungslehre zu erkennen und zur
Bildung neuer Wörter anzuwenden
- lateinische Formen weitgehend sicher zu bestimmen und zu kategorisieren
- in einfachen lateinischen Texten wesentliche semantische und syntaktische
Funktionen zu unterscheiden und die wichtigsten Satzteile zu bestimmen
- handelnd mit Texten umzugehen
- Informationen aus anschaulichen Abbildungen und Beschreibungen antiker
Realien zu rezipieren
- verschiedene Methoden des wiederholenden Festigens grammatikalischer Formen
und Strukturen anzuwenden
- in einfachen Texten verschiedene syntaktische und semantische Funktionen des
Prädikats zu unterscheiden, Textsignale als Informationsträger zu identifizieren,
Sprech- und Erzählsituationen zu unterscheiden, Merkmale bestimmter
Textgattungen zu erkennen und den Gedankengang eines Textes
nachzuvollziehen
Latein Klasse 8 (zweite Fremdsprache)
a. Inhalte
Themen aus dem Lehrwerk „actio“, Band 2:
Brutus; Hannibal; Theater: Komödie und Tragödie; die Philosophen Sokrates und Platon;
Stoa und Epikur; Hypatia; Caesar; Cicero; Augustus; Frauen in Rom; die Provinzen Germanien, Judäa, Britannien und Bithynien
Grammatische Schwerpunkte:
- Vertiefung der in den Klassen 6 und 7 erlernten Grammatik
Außerdem:
- Konjunktiv und seine Verwendung im Neben- und Hauptsatz
- Indefinitpronomina
- Steigerungen
- unregelmäßige Verben: ferre, velle, nolle, malle, fieri, prodesse
- Semideponentien
- nominaler Ablativus absolutus
- Gerundium und Gerundivum, Partizip der Nachzeitigkeit
- weitere Adverbiale
b. Methoden
- Vertiefung der in den Klassen 6 und 7 erlernten Methodik
Außerdem:
- Erweiterung des Grundwortschatzes und Sicherung durch regelmäßiges,
zielgerichtetes Wiederholen.
- Hinführung zur zunehmenden Selbständigkeit in der Verwendung von
Dokumentationsformen und in der Organisation von Gruppen-Partner- und
Einzelarbeit.
- Anleitung zur Beschaffung von Informationen zu ausgewählten Themen über leicht
zugängliche Hilfsmittel und zur geordneten Auswertung und Präsentation dieser
Informationen
c. Die Schüler können
- die Formen der Deklinationen bilden
- die grundlegenden Methoden der Satzerschließung als Vorform der
Texterschließung anwenden
- verschiedene Methoden der Vokabelwiederholung anwenden
Latein Klasse 9 / 10 (zweite Fremdsprache)
Nach dem Ende des Lehrwerkes ist in der Klasse 9 die Lektürephase mit folgenden thematisch- inhaltlichen Schwerpunkten vorgesehen:
Staat und Gesellschaft:
- Römische Wertvorstellungen im Vergleich zur realen Politik
- Kunst des Redens als politisches Machtmittel
- Rezeption und Tradition. Das Nachwirken der griechisch-römischen Mythen in der
europäischen Kunst und Literatur
- Kenntnisse der römischen Kultur, Philosophie, Politik und Geschichte
Lektürebeispiele
Cicero:
- in Catilinam I
- Philippica IV
- ausgewählte Briefe
Ovid:
- Die vier Weltalter (Ovid, Metam. I, 89–150)
- Niobe (Ovid, Metam. VI, 155–312)
- Die lykischen Bauern (Ovid, Metam. VI, 313–381)
- Orpheus und Eurydike (Ovid, Metam. X, 1–77)
Die Texte werden im Original gelesen, übersetzt, stilistisch und inhaltlich analysiert. Ebenso werden sie mit Hilfe von Übersetzungen, Formen des kursorischen Lesens u. ä. erschlossen und in ihrer kulturprägenden Bedeutung erfasst.
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Hinweise zur Notengebung
Die Lateinnote am Ende eines Halbjahres setzt sich zusammen aus:
- den Ergebnissen der Klassenarbeiten des Halbjahres
- der Qualität und Kontinuität der von den Schülern im und für den Unterricht
erbrachten mündlichen und schriftlichen Leistungen, z.B.:
- individuelle Beiträge zum Unterrichtsgespräch,
- im Unterricht eingeforderte schriftliche Leistungsnachweise: Vokabeln und
Grammatik, Hausaufgaben, Heftführung,
- sonstige Leistungen: Referate und qualitative sowie kooperative Leistungen im
Rahmen von Projekten und Gruppen- oder Partnerarbeiten.
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Aus dem Unterricht
Was ist Freiheit für mich?
Meiner Meinung nach ist Freiheit … schwer zu definieren. Schließlich versteht nicht jeder dasselbe unter diesem Begriff und man kann sie nicht anfassen – auch wenn sie natürlich neben der inneren Freiheit auch räumlich existiert. Nüchtern betrachtet bezeichnet Freiheit die Möglichkeit, zwanglos zwischen mehreren Optionen wählen zu können. In der physischen Welt unterliegt sie Regeln, wie auch in der abstrakten. In beiden Fällen nennen sich diese Regeln Gesetze. Naturgesetze schränken uns grundlegend in unserer Freiheit ein. Doch selbst wenn wir fliegen könnten, wie ein Superheld, und die Naturgesetze in keiner Weise mehr für uns gelten würden, wären wir immer noch nicht ganz frei. Schließlich gibt es auch auf der nicht physischen Ebene freiheitseinschränkende Regeln. Hauptsächlich verkörpert unsere Gesetzgebung diese. Zwar können wir letztendlich selbst entscheiden, was wir tun. Jedoch kann man nicht von wirklicher persönlicher Freiheit sprechen, wenn die Folge bestimmten, trügerisch freien Handelns strafrechtliche Konsequenzen mit sich zieht. Insofern könnte man nur das Vertrauen, das unsere Regierung uns in kleinen Portionen gibt, indem sie uns nicht durchgehend überwacht, als Freiheit bezeichnen. Da in einer Demokratie das Wohl der Masse an höchster Stelle steht, ist diese Einschränkung jedoch eine schlüssige Folge. Die Freiheit des einen hört da auf, wo die des anderen beginnt. Somit trägt es zur kollektiven Freiheit bei, die Freiheit des „einen“ zu beschneiden, um die der anderen zu wahren. Schließlich hat der einzelne mit dem Fällen einer freien Entscheidung auch die Konsequenzen in Kauf genommen. Unter diesem Aspekt betrachtet, stellen liberale Gesetze nicht nur eine Einschränkung, sondern viel mehr den Ursprung von Freiheit dar. Absolute, totale, bedingungslose Freiheit ist also utopisch. Schließlich benötigt man Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein, um richtig mit Freiheit umgehen zu können. Als Superheld würde das ganz besonders für einen gelten. Meiner Meinung nach sind Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein würdige Eigenschaften, um für die kollektive Freiheit und besonders für die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung erlangt zu werden – in meinen Augen Libertas.
Nicolas Klein-Zirbes (JgSt 11)
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Im Fach Latein Jgst. 11 wurden zum Abschluss einer Unterrichtseinheit über nachklassischen Epigrammdichter Martial einige Epigramme in deutscher Sprache verfasst:
„Reife“ bescheinigt mir dieses Zeugnis feierlich
Aber „reif“ ist auch der Apfel, bevor er fault.
Asche war Teil seines Lebens, den er rauchte gern und viel
Asche ist er nun, einbeinig wie ein Besenstiel.
Guttenberg wurde der Titel entzogen, denn er hatte um seine Doktorarbeit gelogen,
gelogen hat er nicht, dass er abgeschrieben hat, wusste er nicht.
Jeder Mensch ist frei, sagt das oberste Gesetz,
doch dies ist es, was uns jene Freiheit nimmt.
Früher war alles besser, die Zukunft wird nur schlechter.
Wir werden alle sterben, schreiben die Erben der Erden.
Fragwürdig ist, was macht Herr Müller mit dem Fritz,
denn er zerrte ihn hinter sich her und ich sah ihn nicht mehr.
Der Kleine ist jetzt tot und ich sitze beim Abendbrot.


